Memos

Die Unsichtbaren

Ich nenne sie, die Unsichtbaren.

Es sind diese Leute, die die Läden in Ordnung halten, in den Hallen und Lagern hinter den blankgeputzten Verkaufsräumen ihre Arbeit verrichten, die Häuser und Betriebe reparieren und instand halten, die sich um Infrastruktur kümmern. Ohne würde diese Stadt innerhalb weniger Monate, ach was, Wochen oder Tage, verkommen.

Wenn ich um Sieben frisches Brot hole, wenn ich um Acht zum Arzt gehe, wenn ich um Neun zum Amt fahre oder um Zehn zum Klamotten kaufen, sind diese Menschen schon längst am Arbeiten. Wer sich also um 8:30 im Anzug zur Büroarbeit bequemt, wird sie nicht wahrnehmen. Sie sind in den öffentlichen Verkehrsmitteln längst unsichtbar.

Pendler-Schichten | konnexus.net

Sie sind (ich weiß, schräger Vergleich) wie Geister, die um uns herumschwirren, um uns das Leben zu erleichtern. Nur ihr eigenes ist knüppelhart. Sie haben keine Lobby, niemanden, der andere auf ihren Zustand aufmerksam macht.

So sad, das unsere Gesellschaft sowas zulässt.

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