Der Winzer
Erstmals bei einem Winzer gewesen. Spannend! Und gleich noch eine Weinprobe dazu. Noch spannender!
Ich liebe Wein. Über 80 Ecken entdeckte ich Weine eines Winzers, die meinem Geschmack entsprachen. Warum also nicht auch das Weingut besuchen? Und bei der Gelegenheit frischen Wein kaufen? Gesagt, getan.
Dabei auch in den Genuss einer Weinprobe gekommen. Dabei immer bedenken: ein paar Schluck Wein trinken, der Rest wird ausgeschüttet. Anfangs etwas befremdlich, den guten Wein kippt man doch nicht weg. Muss man aber! Ansonsten gehen nach ein paar Weinsorten die Lichter aus. ;-) Zwischendrin immer Glas Wasser trinken und Knabberzeug essen. Hilft enorm.
Beeindruckend fand ich die Offenheit und Bodenständigkeit.
Es gab keine „Verkaufs-Show“, keine 1000 Flyer, Plakate und garantiert keine KI im Hintergrund. Man konzentriert sich, wie schon Generationen zuvor, auf den Wein, die Pflege, den Anbau, die Verarbeitung, die Qualität.
Kein Social Media, keine Internetpräsenz. Vieles läuft über Empfehlung im Freundeskreis, kleine Handzettel, persönliche Gespräche. Der perfekte Gegensatz zu Winzern, die am besten überall ihre Weine verkaufen, überall mitmischen wollen, Hauptsache, die Leute kaufen und kaufen.
Ich merke, Wein ist ein Genussmittel, kein reines Konsummittel. Ich merke, es geht um den Geschmack des Weins, nicht um den Rausch nach einer Flasche Wein. Ich merke, es geht um die Wertschätzung der Arbeit, die hinter einer Flasche Wein steht. Nicht um: Hauptsache billig und total fancy.
Danke.